Das Ende des europäischen Traums?

19. November 2013 | von Markus C. Kerber

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Anmerkungen zu dem cri de coeur von Francois Heisbourg

Eine Debatte über das Für und Wider des Euros, wie sie in Deutschland zwischen politischen und ökonomischen  Überzeugungstätern seit Jahren geführt wird, gibt es in Frankreich bislang nicht. Anders ausgedrückt: Die Eurogegner haben gemeinsam, entweder ganz auf der politischen Rechten oder  ganz auf der politischen Linken angesiedelt zu sein und nicht nur Gegner der Gemeinschaftwährung sondern auch Gegner des europäischen Projektes zu sein.

Für Marine Le Pen, die Vorsitzende der Nationalen Front, ist der Kampf gegen den Euro gleichbedeutend mit dem Kampf gegen die europäische Integration. Für Herrn Mélenchon, dem Präsidentschaftskandidaten der französischen extremen Linken, ist der Ausstieg aus dem Euro gleichbedeutend mit der Beendigung des gemeinsamen Marktes. (weiterlesen …)

 

Europa als Rechtsgemeinschaft Währungsunion und Schuldenkrise

01. Oktober 2013 | von Stefan Städter

152174_47b7abab1eHrsg. Thomas M. J. Möllers und Franz-Christoph Zeitler

Die in dem vorliegenden Band zusammengefassten Beiträge sind das Ergebnis der Tagung „Europa als Rechtsgemeinschaft – Währungsunion und Schuldenkrise“ im Mai 2012 an der Juristischen Fakultät Augsburg. Inhaltlich setzen sich die 13 Autoren aus Wissenschaft und Praxis mit der seit 2007 zu beobachtenden Finanz- und Bankenkrise auseinander.

Zu Beginn appelliert Möllers unter Bezugnahme auf Walter Hallstein an die Europäische Union als Rechtsgemeinschaft als ein sinnstiftendes Element. Die Gemeinschaft bildet seiner Meinung nach eine autarke Rechtsordnung, die an die Stelle von Macht und Politik tritt und in ihrer Durchsetzung von der Einhaltung der rule of law durch die Mitgliedstaaten lebt. (weiterlesen…)

 

Mein Leben für Europa Gespräche

24. Juli 2013 | von Die Redaktion

51ROz+oUg+L._SL1000_Die Apologetik eines sowjetischen Katholiken

Besprechung des Buches  Jacques Delors „Mein Leben für Europa Gespräche“

Herausgeber Ronald  Grätz und Hans Joachim Neubauer

Angesichts der Verwerfungen, die  in Folge des Maastricht Vertrages Europa  gegenwärtig erschüttern und sein institutionelles Fundament in Frage stellen, sollte man meinen, dass sich jene, die zu den Vätern des Maastricht Vertrages gehören, selbstkritisch fragen, was sie da angerichtet haben. Denn wenige jener  Regeln die damals noch von Bedeutung waren, haben heute im Lichte einer unkontrollierten EZB, eines europäischen Rettungsmechanismus sowie der verheerenden Jugendarbeitslosigkeit Europas  gehalten. (weiterlesen …)

Ritzenhoff, Das Beihilfe- und Vergaberecht in der Krise – Maßnahmen zur Überwindung der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise

10. Mai 2013 | von Markus C. Kerber

9783832974268Die Dissertation beschäftigt sich mit der deutschen und europäischen
Handhabung des Beihilferechts in der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise,
d.h. seit Herbst 2008. Ritzenhoff beginnt mit der Feststellung, dass die
europäische Steuerung von staatlichen Eingriffen durch das Beihilferecht
weltweit einzigartig sei.
Er diskutiert in einem ersten Kapitel die beihilferechtlichen Maßnahmen zur
Überwindung der Finanzmarkt und Wirtschaftskrise. Dabei geht er auf die
europäischen und auf die deutschen Maßnahmen ein. Zuletzt bespricht er
die Exitstrategien der Kommission und der Bundesregierung. Die
beihilferechtliche Regulierung wird indes auf EU-Ebene chronologisch
beschrieben (d.h. die Situation vor der Krise und während der Krise). Ritzenhoff Rezension

 

Ökonomische Analyse des Europarechts

08. April 2013 | von Die Redaktion

150651_51ec5fd730Ökonomische Analyse des Europarechts 

Die in dem vorliegend genannten Band zusammengefassten Beiträge des XII. Travemünder Symposiums zur ökonomischen Analyse des Rechts vom 24. bis 26. März 2010 umfassen einen ganzen Strauß von Themen, der sowohl öffentlich-rechtliche als auch wirtschaftsrechtliche und insbesondere kartellrechtliche Fragen umfasst.

Zu den Spielräumen und Grenzen des Gerichtshofs der Europäischen Union finden sich gleich vier aufschlussreiche Beiträge von Christian Hillgruber, Carl Otto Lenz, Stefan Voigt und Sina Imhof, die insbesondere angesichts des Pringle-Urteils vom 27.11.2012 nichts an Aktualität eingebüßt haben. (weiterlesen…)

Epigrammatik der Wirtschaft

16. Januar 2013 | von Markus C. Kerber

Zu Norbert Häring:

„Stimmt es, dass…? Respektlose Fragen zu Wirtschaftsordnung und Wirtschaftskrise“

 Dass Norbert Häring ein nachdenklicher Wirtschaftsjournalist ist, hat er durch unzählige tiefschürfende, gleichwohl glänzend verfasste Veröffentlichungen längst unter Beweis gestellt. Daher fragt sich der mit seiner Prosa vertraute Leser bei Ansicht des grafisch äußerst schlicht aufgemachten Büchleins, warum Häring sich nunmehr auf dem Gebiet der ökonomischen Kochbuch-Literatur tummeln will. (mehr…)

Geistesblitze eines furchtlosen Ritters

06. November 2012 | von Markus C. Kerber

Zu Václav Klaus’ Anmerkungen über Europa:

„The Shattering of Illusions“

Dass sich Václav Klaus – höflich gesprochen – zu den Euroskeptikern zählt, ist bekannt. Seine Sozialisation in einem kommunistischen Land bei gleichzeitig durstiger Aufnahme libertärer Philosophie hat bei ihm die Wachsamkeit gegenüber totalitären Versuchungen besonders wachsen lassen.

Mit seinem neuen Essay legt er erstmals eine Gesamtschau Europas vor und lässt erkennen, wie er sich die Gestaltung der europäischen Dinge perspektivisch vorstellt.

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Energiewirtschaft in Europa – Im Spannungsfeld zwischen Klimapolitik, Wettbewerb und Versorgungssicherheit

27. Juni 2012 | von Klara Schwobe

Vorstehender Sammelband ist aus dem 5. Konstanzer Europakolloquium „Energiewirtschaft in Europa. Im Spannungsfeld zwischen Klimapolitik, Wettbewerb und Versorgungssicherheit“ hervor gegangen. Er beschäftigt sich eingehend mit den drei Hauptzielen der europäischen Energiepolitik: Klimaschutz, Wettbewerb und Versorgungssicherheit und untersucht anhand von drei miteinander verbundenen Kapiteln diese Problematiken der europäischen Energiewirtschaft. Dabei gehen die Autoren auf Interdependenzen und Wechselwirkungen zwischen den Teilbereichen und mögliche Lösungswege für die gegebenen Konflikte zwischen den Gebieten ein. (mehr…)

Leichte Kost

21. April 2012 | von Markus C. Kerber

Der Rowohlt-Verlag hat auf dem Waschzettel das Buch mit den Worten vorgestellt, der Autor führe mit äußerster Verknappung, jedoch historisch präzise nicht nur die Unvereinbarkeit von freiheitlichem Geist und absolutistischer Macht vor Augen, er rücke auch Voltaires berühmte Gefährtin Émilie du Châtelet ins Bild.

Nur zu Recht ist hier von einer Verknappung des historischen Stoffes die Rede. Und nicht unberechtigt wurde in der Süddeutschen Zeitung Schädlich als ein Meister der Reduktion, der mit dieser Reduktion eine ungeheure Intensität erreiche, gewürdigt. (mehr…)

Europarecht: Handbuch für die deutsche Rechtspraxis

23. September 2011 | von Stefan Städter

Nachdem im Jahr 2006 erstmalig „Europarecht – Handbuch für die deutsche Rechtspraxis“ erschienen ist, sahen sich die Professoren Reiner Schulze und Manfred Zuleeg mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages im Jahr 2010 veranlasst, ihr umfangreiches Werk unter der Mitherausgeberschaft von Professor Stefan Kadelbach neu herauszugegeben.

Die mittlerweile 50 Autoren, zu denen nicht nur namenhafte Universitätsprofessoren, wie z.B. Ansgar Staudinger, Claus Dieter Classen oder Charlotte Gaitinides, sondern auch Praktiker des öffentlich- und privatrechtlichen Sektors, wie z.B. Christian Busse, Thorsten Mäger oder aber Sasa Beljin gehören, haben sich mit diesem Handbuch erneut zum Ziel gesetzt, eine „klare und zuverlässige Orientierung zu bieten, wenn europäische Rechtsvorschriften Einfluss auf die Rechtsanwendung haben können.“ Diesem Erwartungshorizont wird das mehr als 2438-seitige Handbuch mehr als gerecht. (mehr…)